In der Debatte um Social-Media-Verbote für Minderjährige hat der Chaos Computer Club (CCC sich gegen Altersgrenzen ausgesprochen. Sprecherin Elina Eickstädt erläuterte, dass solche Verbote Jugendliche von wichtigen politischen Diskussionen ausschließen und ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen würden, während die wahren Probleme bei den Geschäftsmodellen großer Plattformen ungelöst bleiben. Zudem kritisierte sie die Zentralisierung durch Altersverifikationssysteme wie das EUDI-Wallet, da diese der dezentralen Idee des Internets widerspreche und die Möglichkeit von Internet-Shutdowns erleichtere. Das EUDI-Wallet, das als digitales Identitätsnachweissystem für soziale Netzwerke vorgeschlagen wurde, soll ab 2027 verfügbar sein, ersetzt jedoch nicht die grundlegenden Herausforderungen im digitalen Raum.
Hamburg () – In der Debatte um Social-Media-Verbote für Minderjährige hat sich der Chaos Computer Club gegen eine Altersgrenze für die Nutzung von Online-Netzwerken ausgesprochen. „Der CCC lehnt ein Social-Media-Verbot grundsätzlich ab“, sagte Elina Eickstädt, Sprecherin und Expertin für europäische Digitalpolitik, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgabe).
„Eine Altersgrenze schließt Jugendliche von einem Raum aus, in dem sie sich politisieren und überhaupt die Möglichkeit haben, einen politischen Impact zu haben“, sagte sie. Auch würde ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ein „falsches Sicherheitsgefühl“ schaffen, während die Wurzel des Problems – die toxischen Geschäftsmodelle großer Plattformen – unangetastet bliebe.
Zudem kritisiert Eickstädt die Zentralisierung durch Altersverifikationssysteme wie das EUDI-Wallet. Dass es eine zentrale Stelle brauche, um eine Person freizugeben, widerspreche der dezentralen Idee des Internets und sei auch der Grund, weswegen Internet-Shutdowns überhaupt möglich seien. „Je zentralisierter, desto leichter ist es für Regime, das Internet abzuschalten“, sagte Eickstädt. „Die EUDI-Wallet ist kein Allheilmittel, das alle Probleme löst.“
Die SPD hatte die EUDI-Wallet kürzlich in ihrem Impulspapier als Altersverifikationssystem für Soziale Netzwerke vorgeschlagen. Es handelt sich dabei um einen digitalen Identitätsnachweis, in dem offizielle Dokumente wie Personalausweis, Führerschein, Krankenkassenkarte, aber auch Ausbildungszeugnisse gespeichert werden können. Es wurde von der Europäischen Union initiiert, wird von den jeweiligen Mitgliedsstaaten auf nationaler Ebene umgesetzt und soll ab 2027 verfügbar sein.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Junge Frauen mit Smartphone (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?
Elina Eickstädt
Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?
Chaos Computer Club, SPD, Europäische Union
Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?
Nicht erwähnt
An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?
Hamburg, Europa (Europäische Union)
Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?
Der Chaos Computer Club lehnt ein Social-Media-Verbot für Minderjährige ab, da es Jugendliche von politischer Teilhabe ausschließt und stattdessen die toxischen Geschäftsmodelle großer Plattformen unberührt lässt, während zentralisierte Altersverifikationssysteme wie das EUDI-Wallet gegen die dezentrale Idee des Internets verstoßen.
Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?
Der Hintergrund der Debatte über Social-Media-Verbote für Minderjährige ist die Diskussion um die Auswirkungen von sozialen Netzwerken auf Jugendliche und die Bedenken hinsichtlich toxischer Geschäftsmodelle großer Plattformen. Der Chaos Computer Club lehnt Altersgrenzen ab, da sie die politische Teilhabe junger Menschen einschränken würden und kritisiert die Zentralisierung von Altersverifikationssystemen wie das EUDI-Wallet, die die dezentrale Natur des Internets gefährden könnten.
Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?
Der Chaos Computer Club hat sich gegen Social-Media-Verbote für Minderjährige ausgesprochen, da solche Maßnahmen Jugendliche von politischen Diskursen ausschließen und ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln könnten. Kritisiert wurde zudem die Zentralisierung durch Altersverifikationssysteme wie das EUDI-Wallet, die der dezentralen Struktur des Internets widersprechen und im Extremfall Internet-Shutdowns erleichtern könnten.
Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Schließung von Jugendlichen aus politischen Räumen, falsches Sicherheitsgefühl, unangetastete toxische Geschäftsmodelle großer Plattformen, Zentralisierung durch Altersverifikationssysteme, Erhöhung der Möglichkeit für Regime, Internet abzuschalten, EUDI-Wallet als kein Allheilmittel.
Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Elina Eickstädt, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, zitiert. Sie lehnt ein Social-Media-Verbot für Minderjährige ab, da es Jugendliche von einem wichtigen politischen Raum ausschließt und ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugt, während die Wurzel des Problems, die toxischen Geschäftsmodelle großer Plattformen, unangetastet bliebe.
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