Die Europäische Kommission hat TikTok vorläufig für Verstöße gegen den Digital Services Act verantwortlich gemacht, insbesondere wegen seines „suchterzeugenden Designs“, das Funktionen wie unendliches Scrollen und ein hochgradig personalisiertes Empfehlungssystem umfasst. Es wurde festgestellt, dass TikTok nicht ausreichend untersucht hat, wie diese Funktionen das physische und mentale Wohlbefinden von Nutzern, insbesondere Minderjährigen, beeinträchtigen könnten. Die Kommission fordert eine grundlegende Überarbeitung des Designs, um Risiken durch das süchtig machende Verhalten zu minimieren, darunter Maßnahmen wie das Deaktivieren von unendlichem Scrollen und die Einführung effektiver Bildschirmzeitpausen. TikTok hat die Möglichkeit, auf die vorläufigen Feststellungen zu reagieren, bevor die Kommission eine endgültige Entscheidung trifft, die zu einer Geldstrafe von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes führen könnte.
Brüssel () – Die Europäische Kommission hat Tiktok vorläufig als gegen den Digital Services Act verstoßend befunden.
Wie die Kommission am Freitag mitteilte, betreffe dies das „suchterzeugende Design“ der Plattform, das Funktionen wie unendliches Scrollen, Autoplay, Push-Benachrichtigungen und ein hochgradig personalisiertes Empfehlungssystem umfasse. Die Kommission stellte fest, dass Tiktok nicht ausreichend bewertet habe, wie diese Funktionen das physische und mentale Wohlbefinden der Nutzer, einschließlich Minderjähriger und schutzbedürftiger Erwachsener, beeinträchtigen könnten.
In ihrer Untersuchung kam die Kommission zu dem vorläufigen Schluss, dass Tiktok wichtige Indikatoren für den zwanghaften Gebrauch der App ignoriert habe. Dazu gehörten die nächtliche Nutzungsdauer von Minderjährigen, die Häufigkeit der App-Öffnungen und andere potenzielle Indikatoren. Die derzeitigen Maßnahmen von Tiktok, insbesondere die Bildschirmzeit-Management-Tools und die elterlichen Kontrollwerkzeuge, schienen nicht effektiv genug zu sein, um die Risiken des süchtig machenden Designs zu mindern.
Die Kommission fordert Tiktok auf, das grundlegende Design seines Dienstes zu ändern. Dazu gehöre das schrittweise Deaktivieren von Schlüsselfunktionen wie dem unendlichen Scrollen, die Einführung effektiver Bildschirmzeitpausen, auch nachts, und die Anpassung des Empfehlungssystems. Tiktok habe nun die Möglichkeit, sein Recht auf Verteidigung auszuüben und schriftlich auf die vorläufigen Feststellungen der Kommission zu antworten. Sollte die Kommission ihre Ansichten letztlich bestätigen, könnte sie eine Entscheidung über die Nichteinhaltung treffen, die eine Geldstrafe von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes des Anbieters nach sich ziehen könnte.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tiktok-Logo (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor.
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Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: Europäische Kommission, Tiktok.
Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?
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An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?
Brüssel
Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?
Die Europäische Kommission hat Tiktok vorläufig wegen Verstößen gegen den Digital Services Act wegen seines suchtgefährdenden Designs, das das Wohlbefinden von Nutzern, insbesondere Minderjährigen, beeinträchtigen könnte, kritisiert und fordert Änderungen an der Plattform, während Tiktok nun die Möglichkeit hat, darauf zu reagieren.
Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?
Der Auslöser für die vorläufige Feststellung der Europäischen Kommission, dass TikTok gegen den Digital Services Act verstößt, ist das als "suchterzeugend" bewertete Design der Plattform. Die Kommission kritisiert insbesondere die unwirksamen Maßnahmen zur Minderung der Risiken für das physische und mentale Wohlbefinden von Nutzern, vor allem Minderjährigen, und die Ignorierung wichtiger Indikatoren für den zwanghaften Gebrauch der App.
Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?
Die Europäische Kommission hat Tiktok vorläufig wegen Verstöße gegen den Digital Services Act kritisiert, insbesondere aufgrund des als suchterzeugend bewerteten Designs der Plattform. Tiktok wird aufgefordert, seine Funktionen zu überarbeiten, um die Risiken für das physische und mentale Wohlbefinden der Nutzer zu minimieren, wobei die Kommission eine mögliche Geldstrafe bei Nichteinhaltung in Aussicht stellt.
Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:
Verstoß gegen den Digital Services Act, Forderung zur Änderung des Designs, schrittweises Deaktivieren von Schlüsselfunktionen, Einführung effektiver Bildschirmzeitpausen, Anpassung des Empfehlungssystems, Möglichkeit zur Verteidigung, potentielle Geldstrafe von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?
Im Artikel wird die Europäische Kommission zitiert, die Tiktok auffordert, das grundlegende Design seines Dienstes zu ändern. Sie hebt hervor, dass Tiktok wichtige Indikatoren für den zwanghaften Gebrauch der App ignoriert hat und verlangt Änderungen wie das Deaktivieren von Funktionen wie unendlichem Scrollen.
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