Die Bundesregierung plant, die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 mindestens zu verdoppeln, mit einer besonderen Betonung auf der Vervierfachung der Kapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI). Um den Bau neuer Rechenzentren zu ermöglichen, wird das Ausschreibungsverfahren überdacht und den Übertragungsnetzbetreibern mehr Handlungsspielraum gegeben. Zudem sollen Rechenzentren bei der CO2-Bepreisung entlastet werden, während eine Steuerbefreiung für die Abgabe von Abwärme angestrebt wird. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die digitale Infrastruktur Deutschlands zu stärken und umweltfreundlicher zu gestalten.
Berlin () – Die Bundesregierung will deutlich mehr Rechenzentren in Deutschland bauen. „Wir wollen die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 mindestens verdoppeln“, heißt es in einem ersten Entwurf für eine Rechenzentrumsstrategie, über den der Newsletter „Industrie und Handel“ des „Politico“ berichtet. „Die Rechenkapazitäten für KI wollen wir mindestens vervierfachen.“
Die Strategie befindet sich noch in Arbeit. 2025 hatte Deutschland dem Dokument zufolge eine IT-Anschlussleistung von Rechenzentren von 2.980 Megawatt (MW). Diese habe sich seit 2010 verdoppelt. Treiber des Hochlaufs seien Rechenzentren mit einer großen Rechenleistung von mehr als fünf Megawatt.
Um mehr Rechenzentren bauen zu können, soll unter anderem das sogenannte Windhundprinzip bei der Ausschreibung von Netzanschlüssen überdacht werden. „Den Übertragungsnetzbetreibern sollte mehr Handlungsspielraum eröffnet werden, Kapazitäten für Rechenzentren vorzuhalten“, heißt es im Entwurf. Auch die Anschlussfrage von Batteriespeichern stehe auf dem Prüfstand.
Zudem sollen Rechenzentren beim CO2-Preis entlastet werden. „Die Bundesregierung setzt sich wie im Koalitionsvertrag vereinbart gegenüber der Europäischen Kommission für eine Einbeziehung von Rechenzentren in die Strompreiskompensation ein“, heißt es weiter.
Das Problem der Abwärme soll dabei durch eine Steuerbefreiung gelöst werden. Bisher stellen viele Betreiber von Rechenzentren ihre Abwärme kostenlos zur Verfügung, müssen aber auf die Abgabe Steuern zahlen. „Die Bundesregierung wird sich daher bei der Europäischen Kommission dafür einsetzen, gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, um die steuerfreie Abgabe von Abwärme rechtlich zu ermöglichen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?
Im Artikel werden keine vollständigen Namen von Personen erwähnt. Es sind lediglich allgemeine Begriffe und Institutionen wie "Bundesregierung" und "Europäische Kommission" genannt.
Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?
Bundesregierung, Politico, Europäische Kommission
Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?
Nicht erwähnt
An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?
Das beschriebene Ereignis findet in Deutschland, Berlin statt.
Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?
Die Bundesregierung plant, die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 zu verdoppeln und die Kapazitäten für Künstliche Intelligenz zu vervierfachen, während sie gleichzeitig Maßnahmen zur Entlastung von CO2-Preisen und zur steuerfreien Abgabe von Abwärme anstrebt.
Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?
Der Auslöser für die Strategie der Bundesregierung zur Verdopplung der Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 sind die steigenden Bedürfnisse an Rechenleistung, insbesondere für Künstliche Intelligenz, sowie der Wunsch, die digitale Infrastruktur des Landes zu stärken und gleichzeitig CO2-Emissionen zu reduzieren. Die geplanten Maßnahmen umfassen Veränderungen bei Ausschreibungen, Steuerentlastungen und den Umgang mit Abwärme, um den Bau neuer Rechenzentren zu fördern.
Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?
Im Artikel wird beschrieben, dass die Bundesregierung plant, die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 zu verdoppeln und dass Medien wie "Politico" über diese Strategie berichten. Zudem wird erwähnt, dass die Strategie noch in Arbeit ist und dass es Bestrebungen gibt, Rechenzentren steuerlich zu entlasten und deren Anschlussbedingungen zu überprüfen, was auf eine aktive Diskussion in der Öffentlichkeit und Politik hinweist.
Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Verdopplung der Rechenzentrumskapazitäten bis 2030, Vervierfachung der Rechenkapazitäten für KI, Überprüfung des Windhundprinzips bei Netzanschlüssen, mehr Handlungsspielraum für Übertragungsnetzbetreiber, Anschlussfrage von Batteriespeichern wird geprüft, Entlastung von Rechenzentren beim CO2-Preis, Einbeziehung von Rechenzentren in die Strompreiskompensation, steuerfreie Abgabe von Abwärme wird angestrebt.
Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Bundesregierung zitiert. Diese erklärt, dass die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 mindestens verdoppelt werden sollen und die Rechenkapazitäten für KI mindestens vervierfacht werden sollen. Zusätzlich wird betont, dass Maßnahmen wie die Überarbeitung des Windhundprinzips und eine Steuerbefreiung für die Abgabe von Abwärme geplant sind.
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