Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Anteil der online aktiven Senioren in Deutschland stark zunimmt, von 48 Prozent vor fünf Jahren auf 74 Prozent heute. Besonders Männer sind mit 78 Prozent häufigere Internetnutzer als Frauen mit 70 Prozent. Seniorinnen und Senioren nutzen das Internet vor allem zur Kommunikation, für Freizeitaktivitäten und zur Information. Trotz eines Viertels der Senioren, die nicht online sind, äußern viele den Wunsch nach einer schnelleren Digitalisierung und sehen darin eine Chance für die Gesellschaft.
Berlin () – Immer mehr Senioren in Deutschland sind online. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstag in Berlin von Bundesbildungsministerin Karin Prien und dem IT-Branchenverband Bitkom vorgestellt wurde.
Während vor fünf Jahren erst knapp die Hälfte (48 Prozent) der Senioren in Deutschland online waren, nutzen demnach inzwischen rund drei Viertel (74 Prozent) der Deutschen ab 65 Jahren das Internet. Senioren (78 Prozent) sind eher online als Seniorinnen (70 Prozent).
Mit zunehmendem Alter sinkt dabei erwartungsgemäß der Anteil der Internetnutzerinnen und Internetnutzer: Während von den 65- bis 69-Jährigen mit 98 Prozent fast alle online sind, nutzen unter den 70- bis 74-Jährigen 85 Prozent das Internet und unter den 75- bis 79-Jährigen noch rund zwei Drittel (64 Prozent). Unter den Ältesten ab 80 Jahren ist nur knapp die Hälfte (49 Prozent) online.
Insgesamt 74 Prozent der Internetnutzer ab 65 Jahren können sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen. 91 Prozent finden im Internet Freizeitaktivitäten, 78 Prozent nutzen das Netz, um gedanklich fit zu bleiben. 72 Prozent haben dank des Internets mehr Kontakt zu Freunden und Familie.
Grundsätzlich steht die Generation 65+ der Digitalisierung mehrheitlich positiv gegenüber: Insgesamt 81 Prozent der Senioren sehen die Digitalisierung als Chance für die Gesellschaft, nur 17 Prozent als Gefahr. Den meisten geht es sogar nicht schnell genug: Zwei Drittel (66 Prozent) der Menschen über 65 Jahren wünschen sich, dass die Digitalisierung schneller vorangetrieben wird. Gleichzeitig sollte die Politik nach Meinung von 80 Prozent dabei mehr an ältere Menschen denken.
Im Internet steht für die Senioren Kommunikation und Unterhaltung ganz vorne: 92 Prozent der Internetnutzer ab 65 Jahren schreiben Mails, 88 Prozent Textnachrichten, 60 Prozent nutzen soziale Netzwerke und die Hälfte (50 Prozent) telefoniert per Videoanruf.
Auch Hobbys und News stehen hoch im Kurs: 88 Prozent suchen online Infos zu persönlichen Interessen, 81 Prozent informieren sich im Internet über Nachrichten beziehungsweise das aktuelle Zeitgeschehen. Auch abseits davon nutzen Senioren das Netz für alltägliche Organisationsaufgaben. 80 Prozent verwenden Online-Banking, 76 Prozent kaufen online ein. 57 Prozent nutzen das Internet zur Navigation, 52 Prozent planen Reisen ganz oder teilweise im Netz. 47 Prozent verwenden Gesundheits- oder Fitnessapps.
Mit 26 Prozent ist etwa ein Viertel der Senioren nicht online. Von ihnen sagen 47 Prozent, sie kennen sich mit dem Internet nicht aus. 15 Prozent haben niemanden, der ihnen in der Online-Welt helfen könnte. Sorgen machen sich diejenigen, die offline sind, vor allem bezüglich der Sicherheit: 40 Prozent nutzen das Internet aus Bedenken vor der Sicherheit ihrer Daten bzw. der Angst vor Viren nicht. Acht Prozent haben Sorge vor gesundheitlichen Folgen durch die Internetnutzung, sechs Prozent können das Internet wegen eigener gesundheitlicher Einschränkungen nicht nutzen. Bei vier Prozent rät das Umfeld von der Internetnutzung ab.
Grundsätzlich würden die meisten jedoch gerne online sein: Nur eine Minderheit von 41 Prozent der Nicht-Nutzer gibt an, kein Interesse oder keinen Bedarf am Internet zu haben. 26 Prozent sagen, sie wollen sich in ihrem Alter damit nicht mehr beschäftigen. Rund einem Drittel (35 Prozent) fehlt nach eigenen Angaben eine technische Möglichkeit, überhaupt ins Internet zu gehen. 18 Prozent sind die Geräte und ein Internetanschluss zu teuer.
Grundlage der Studie ist eine Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Personen ab 65 Jahren in Deutschland telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von der 38. bis zur 42. Kalenderwoche 2025 statt.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ralf Wintergerst und Karin Prien am 15.01.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?
Ralf Wintergerst, Karin Prien
Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?
Bundesbildungsministerium, Bitkom, Bitkom Research
Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?
Die Befragung fand im Zeitraum von der 38. bis zur 42. Kalenderwoche 2025 statt.
An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?
Berlin, Deutschland
Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?
Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Anteil der Senioren in Deutschland, die online sind, in den letzten fünf Jahren von 48 auf 74 Prozent gestiegen ist, wobei viele die Digitalisierung als Chance sehen und das Internet vor allem für Kommunikation, Freizeitaktivitäten und alltägliche Aufgaben nutzen, während ein Viertel der Senioren offline bleibt, hauptsächlich aus Sicherheitsbedenken oder mangelndem Wissen.
Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?
Der Hintergrund des beschriebenen Ereignisses ist eine Studie, die die zunehmende Internetnutzung unter Senioren in Deutschland beleuchtet. Die Ergebnisse wurden von Bundesbildungsministerin Karin Prien und dem IT-Branchenverband Bitkom vorgestellt, um die positive Einstellung der älteren Generation zur Digitalisierung und deren Auswirkungen auf das soziale und kommunikative Leben hervorzuheben.
Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?
Der Artikel hebt hervor, dass die Politik durch Bundesbildungsministerin Karin Prien und den IT-Branchenverband Bitkom auf die steigende Digitalisierung bei Senioren reagiert hat und betont, dass 80 Prozent der älteren Generation fordern, bei der Digitalisierung mehr berücksichtigt zu werden. Zudem zeigt die Studie, dass die Mehrheit der Senioren die Digitalisierung positiv bewertet und sich eine schnellere Umsetzung wünscht.
Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:
- Zunehmende Internetnutzung unter Senioren,
- Höhere Kontaktmöglichkeiten zu Freunden und Familie,
- Verstärktes Interesse an Freizeitaktivitäten und Informationssuche,
- Positive Einstellung zur Digitalisierung,
- Wunsch nach schnelleren Fortschritten in der Digitalisierung,
- Häufige Nutzung von Online-Diensten wie Banking und Shopping,
- Existenz eines Online-Interesses trotz Abwesenheit,
- Sicherheitsbedenken bezüglich Datenschutz,
- Fehlen technischer Möglichkeiten und finanzieller Ressourcen für Internetzugang.
Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesbildungsministerin Karin Prien und dem IT-Branchenverband Bitkom zitiert. Sie präsentieren eine Studie, die zeigt, dass 74 Prozent der Senioren in Deutschland das Internet nutzen und die Mehrheit dieser Generation der Digitalisierung positiv gegenübersteht, wobei 66 Prozent sich einen schnelleren Fortschritt wünschen.
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