Eine aktuelle Umfrage des Philologenverbands NRW zeigt, dass Gymnasiallehrkräfte in Nordrhein-Westfalen zunehmend offen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Schulen sind. Während sie die positiven Aspekte erkennen, berichten sie auch von negativen Auswirkungen auf das Lernverhalten der Schüler, wie einen Rückgang der Eigenleistung und sinkende Leistungsbereitschaft. Trotz dieser Bedenken nutzen mittlerweile 63 Prozent der Lehrkräfte KI-Anwendungen im Unterricht, wobei viele jedoch mit technischer Ausstattung und Datenschutzbedenken kämpfen. Zudem ist ein großer Teil der Lehrkräfte mit dem Handlungsleitfaden des Schulministeriums zum Umgang mit KI-Systemen unzufrieden oder nicht ausreichend informiert.
Düsseldorf () – Gymnasiallehrkräfte in NRW sind nach einer Umfrage des Philologenverbands NRW zunehmend offen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Schule. Gleichzeitig beobachten sie, dass ChatGPT und Co. das Lern- und Arbeitsverhalten junger Leute massiv verändern, berichtet die „Rheinische Post“.
Im Zuge der Erhebung konnten die Teilnehmenden unter anderem frei beschreiben, wie sich ihre Schüler durch KI verändert haben. Einer der mit Abstand häufigsten Punkte, die dabei genannt wurden, ist ein „starker Rückgang der Eigenleistung bei Hausaufgaben, Projekten usw.“, fasst der Philologenverband die Reaktionen zusammen. Zu den am häufigsten genannten Punkten gehörte außerdem: „Leistungsbereitschaft sinkt rapide“ und die Erkenntnis: „Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler profitieren, leistungsschwache sinken weiter ab.“
„Wir sehen klar, dass die Nutzung von generativen KI-Systemen Auswirkungen auf das Leistungsverhalten unserer Schülerinnen und Schüler hat. Das müssen wir immer mitbedenken, wenn wir uns über weitere Einsatzmöglichkeiten Gedanken machen. Künstliche Intelligenz birgt nicht nur Chancen, sondern auch Risiken“, sagte Sabine Mistler, Landeschefin des Philologenverbands NRW, der „Rheinischen Post“.
Eine generell negative Haltung gegenüber Künstlicher Intelligenz in der Schule offenbaren die Lehrkräfte aber nicht, wie die „Rheinische Post“ berichtet. In der Tendenz werden sie der Umfrage zufolge vielmehr aufgeschlossener. So nutzen inzwischen insgesamt 63 Prozent von ihnen KI-Anwendungen gelegentlich oder sogar regelmäßig im Unterricht (gelegentlich: 48 Prozent, regelmäßig: 15 Prozent).
„Viele Kolleginnen und Kollegen haben begonnen, KI-Tools gezielt zu erproben und in ihre Unterrichtspraxis zu integrieren“, sagte Sabine Mistler. Bei einer früheren Befragung im Jahr 2023 hatte noch etwa ein Drittel der Lehrer die KI-Nutzung in der Klasse grundsätzlich abgelehnt, das tun heute nur noch 17 Prozent. Allerdings beklagen 36 Prozent der befragten Lehrer eine mangelnde technische Ausstattung, 55 Prozent von ihnen haben Bedenken zum Datenschutz. Außerdem nannten 93 Prozent der Befragten die „intransparente Eigenleistung“ von Schülern als Herausforderung beim Einsatz von KI im Unterricht. Das heißt: Es ist für Lehrkräfte häufig unklar, wer die Arbeit erledigt hat – der Schüler oder der Chatbot.
Auf die Bitte um eine Bewertung des Handlungsleitfadens des Schulministeriums zum „Umgang mit textgenerierenden KI-Systemen“ erklärten 49 Prozent der Befragten bei der Erhebung des Philologenverbands, diesen nicht zu kennen. Weitere 31 Prozent halten ihn für weniger oder gar nicht hilfreich (weniger hilfreich: 21 Prozent, gar nicht hilfreich: zehn Prozent).
Die Umfrage lief nach Angaben des Philologenverbands im Oktober, 1.509 Lehrkräfte beteiligten sich daran. 87 Prozent von ihnen arbeiten an Gymnasien, neun Prozent an Gesamtschulen, der Rest an Weiterbildungskollegs und anderen Schulformen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Junge Leute mit Smartphone (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?
Die vollständigen Namen von Personen, die im Artikel vorkommen, sind: Sabine Mistler.
Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?
Philologenverband NRW, Rheinische Post, Schulministerium
Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?
Die Umfrage lief im Oktober.
An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen (NRW)
Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?
Eine Umfrage des Philologenverbands NRW zeigt, dass Gymnasiallehrkräfte zunehmend offen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Schulen sind, allerdings beobachten sie auch einen Rückgang der Eigenleistung und sinkende Leistungsbereitschaft bei Schülern, während gleichzeitig 63 Prozent von ihnen KI-Anwendungen im Unterricht nutzen.
Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?
Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) wie ChatGPT durch Schüler, was zu einem Rückgang der Eigenleistung und der Leistungsbereitschaft führt. Lehrer in NRW reagieren darauf mit einer offeneren Haltung gegenüber dem Einsatz von KI im Unterricht, während sie gleichzeitig Bedenken hinsichtlich der technischen Ausstattung, des Datenschutzes und der Verlässlichkeit der Schülerleistungen äußern.
Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?
Im Artikel wird beschrieben, dass Gymnasiallehrkräfte in NRW nach einer Umfrage zunehmend offen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Schule sind, aber auch deutliche Veränderungen im Lernverhalten der Schüler beobachten, einschließlich eines Rückgangs der Eigenleistung. Während der Einsatz von KI im Unterricht wächst, äußern viele Lehrkräfte Bedenken hinsichtlich technischer Ausstattung, Datenschutz und der intransparenten Leistung von Schülern.
Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?
Hier sind die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen, getrennt durch Kommas:
starker Rückgang der Eigenleistung bei Hausaufgaben und Projekten, sinkende Leistungsbereitschaft, leistungsstarke Schülerinnen und Schüler profitieren, leistungsschwache Schüler sinken weiter ab, mangelnde technische Ausstattung, Bedenken zum Datenschutz, intransparente Eigenleistung von Schülern, Unklarheit über die Urheberschaft von Arbeiten, Unkenntnis des Handlungsleitfadens des Schulministeriums, geringe Bewertung des Handlungsleitfadens als weniger oder gar nicht hilfreich.
Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Sabine Mistler, der Landeschefin des Philologenverbands NRW, zitiert. Sie erklärt, dass die Nutzung von generativen KI-Systemen Auswirkungen auf das Leistungsverhalten der Schüler hat und betont, dass KI sowohl Chancen als auch Risiken birgt.
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