Skip to content
IT Fachportal
Menu
  • Startseite
  • News
  • Blog
  • Events
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Redaktion
  • Google News
Menu
"Jugendliche und Künstliche Intelligenz"

Ökonomen sehen keine Anzeichen für Massenentlassungen wegen KI

Veröffentlicht am Oktober 6, 2025 von dts Nachrichtenagentur

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) hat bisher weniger negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt als befürchtet, so der Ökonom Anders Humlum. Er und seine Kollegin Emilie Vestergaard haben festgestellt, dass die Nutzung von KI, wie Chatbots, zwar verbreitet ist, aber nur geringfügige Zeiteinsparungen für Mitarbeiter bringt und keine massiven Jobverluste verursacht. Diese Ergebnisse stehen im Widerspruch zu einer Studie der Stanford University, die vor Jobverlusten durch KI warnt, während Humlum einen anderen Grund für die Verschlechterung der Jobchancen von Berufseinsteigern sieht. Auch Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung betont, dass die erhöhte Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland eher auf eine Industriestagnation zurückzuführen sei als auf die Einführung von KI.


Chicago/Nürnberg () – Der Einsatz von sogenannter „Künstlicher Intelligenz“ (KI) führt am Arbeitsmarkt bislang zu weniger Verwerfungen als angenommen. Obwohl die Technik in der Mehrheit der Unternehmen angekommen ist, wirke sie sich „nicht negativ auf die Beschäftigung aus“, sagte der Ökonom Anders Humlum dem „Spiegel“. Nichts deute darauf hin, „dass wir direkt in einen Abgrund steuern“.

Siehe auch:  Niederlande geben Kontrolle über Nexperia wieder ab

Humlum ist Wirtschaftsprofessor an der University of Chicago. Mit seiner Kollegin Emilie Vestergaard hat der Ökonom umfangreiche Arbeitsmarktdaten aus Dänemark auf mögliche Folgen des Einsatzes von KI untersucht. Dänemark zeichnet sich dadurch aus, dass dort besonders detaillierte Informationen für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Es ist deshalb bei Arbeitsmarktökonomen sehr beliebt.

Humlums Untersuchungen zeigen: Chatbots sind zwar im Arbeitsalltag der meisten Menschen angekommen. 43 Prozent der Mitarbeiter werden von ihren Chefs sogar dazu ermutigt, sie zu nutzen. Ökonomisch scheinen die Programme aber kaum einen Unterschied zu machen. Im Schnitt melden die Befragten, sie würden gerade einmal 2,8 Prozent ihrer Arbeitszeit durch KI sparen. „KI führt weder zu Einstellungswellen noch zu einer massenhaften Verdrängung von Arbeitnehmern“, sagte Humlum.

Seine Erkenntnisse stehen in Kontrast zu einer aktuellen Studie der Stanford University. Sie hatte Ende August weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Forscher um den KI-Experten Erik Brynjolfsson schlugen Alarm, KI vernichte bereits massenhaft Einsteigerjobs von jungen Akademikern. Besonders betroffen seien leicht durch KI automatisierbare Bereiche wie Software-Entwicklung, so die Wissenschaftler.

Siehe auch:  Maschinenbauer Trumpf expandiert im Chipgeschäft

Humlum hat festgestellt, dass sich die gleichen Muster auch am dänischen Arbeitsmarkt zeigen. Auch dort haben sich die Jobchancen für viele Berufseinsteiger verschlechtert. Betroffen sind allerdings sowohl Firmen, die nachweislich massiv KI-Programme einsetzen, als auch solche, die darauf weitgehend verzichten. Das lasse nur den Schluss zu, „dass die Ursache eine andere sein muss als KI“, sagte der Ökonom.

Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sieht das ähnlich. In Deutschland seien zwar die Stellen für Fachkräfte seit dem Jahr 2019 leicht rückläufig, sagte Weber dem Nachrichtenmagazin. Das allerdings hänge mit der Industriekrise zusammen, die damals ihren Anfang nahm.

Die erhöhte Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland habe ebenfalls andere Gründe. Junge Leute seien besonders stark auf neu entstehende Stellen angewiesen, davon gebe es nach Jahren der Stagnation aber besonders wenige. „Die Jungen leiden nicht unter der KI, sondern unter der Erneuerungskrise der deutschen Wirtschaft“, sagte Weber.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Junge Leute mit Laptop (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?

Anders Humlum, Emilie Vestergaard, Erik Brynjolfsson, Enzo Weber

Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?

University of Chicago, Emilie Vestergaard, Stanford University, Erik Brynjolfsson, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?

Nicht erwähnt

An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Chicago, Nürnberg, Dänemark, Deutschland.

Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) am Arbeitsmarkt führt laut Ökonom Anders Humlum bisher zu geringeren negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung als erwartet, im Gegensatz zu Studien, die vor Jobverlusten durch KI warnen, wobei andere wirtschaftliche Faktoren als Ursache für die Verschlechterung der Jobchancen von Berufseinsteigern identifiziert werden.

Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?

Der Hintergrund des beschriebenen Ereignisses ist die Untersuchung der Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) auf den Arbeitsmarkt. Ökonom Anders Humlum weist darauf hin, dass die Einführung von KI zwar spürbar ist, jedoch nicht zu signifikanten negativen Veränderungen in der Beschäftigung führt. Dies steht im Kontrast zu anderen Studien, die vor massiven Jobverlusten durch KI warnen. Humlum und andere Experten argumentieren, dass die derzeitigen Herausforderungen für junge Arbeitskräfte eher durch eine allgemeine Wirtschaftskrise und stagnierende Jobchancen bedingt sind, nicht vorrangig durch KI.

Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?

Im Artikel wird beschrieben, dass die Reaktionen aus Politik, Öffentlichkeit und Medien die Erkenntnisse von Ökonom Anders Humlum unterstützen. Er konstatiert, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bisher nicht zu signifikanten Arbeitsplatzverlusten führt, wodurch die Sorgen über eine Massenverdrängung durch KI relativiert werden. Dies steht im Gegensatz zu alarmierenden Studien, die einen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit als Folge von KI anprangern, wobei andere wirtschaftliche Faktoren als Ursache betrachtet werden.

Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?

weniger Verwerfungen am Arbeitsmarkt, keine negative Auswirkung auf die Beschäftigung, kein Hinweis auf einen Abgrund, keine Einstellungswellen, keine massenhafte Verdrängung von Arbeitnehmern, verschlechterte Jobchancen für viele Berufseinsteiger, Abhängigkeit von anderen Ursachen statt KI, rückläufige Stellen für Fachkräfte in Deutschland, erhöhte Jugendarbeitslosigkeit aus anderen Gründen, Junge leiden unter der Erneuerungskrise der deutschen Wirtschaft.

Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Ökonomen Anders Humlum zitiert. Er weist darauf hin, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) am Arbeitsmarkt "nicht negativ auf die Beschäftigung" wirkt und dass es keine Anzeichen dafür gibt, dass wir "direkt in einen Abgrund steuern".


Weitere ähnliche Beiträge:

  • Schnitzer will Wirtschaftspolitik auf Klimaschutz… München () - Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, und der Nürnberger Ökonom Enzo Weber fordern, die Wirtschaftspolitik konsequent auf die Transformation auszurichten. Die deutsche…
  • Oxford-Ökonom: KI führt zur Verlagerung von Jobs Der Ökonom Carl Benedikt Frey warnt, dass Künstliche Intelligenz (KI) zu Jobverlusten in Industrieländern führen wird, da immer mehr Arbeiten in Niedriglohnländer verlagert werden. Durch…
  • Studie: Viele Chatbot-Nutzer empfinden KI als Freund Eine internationale Studie des Exzellenzclusters Scripts der Freien Universität Berlin zeigt, dass über ein Drittel der Chatbot-Nutzer Künstliche Intelligenz als "Freund" betrachtet. Die Umfrage unter…
  • Studie widerlegt "Zoom-Fatigue" Eine neue Studie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zeigt, dass Online-Meetings nicht erschöpfender sind als Präsenz-Meetings, was die These der "Zoom-Fatigue" widerlegt. Die Untersuchung, die mit 125…
  • Studie: Menschen und KI reagieren ähnlich auf… Forscher der Universität des Saarlandes und des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme haben herausgefunden, dass Menschen und große Sprachmodelle ähnlich auf komplexen oder irreführenden Programmcode reagieren. In…
  • Signal-Chefin hält KI für überbewertet Meredith Whittaker, die Chefin der verschlüsselten Nachrichten-App Signal, äußert sich kritisch zum gegenwärtigen Hype um künstliche Intelligenz und sieht Anzeichen einer Blase in der Branche.…
  • Studie: Streaming-Markt zeigt Anzeichen einer Sättigung Eine aktuelle Studie der TH Köln und der Bauhaus-Universität Weimar zeigt, dass der Streaming-Markt in Deutschland eine Sättigung erreicht hat, da viele Nutzer bereit sind,…
  • Immer mehr Unternehmen nutzen KI Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt zunehmend an Bedeutung in der deutschen Wirtschaft, wobei mittlerweile 36 Prozent der Unternehmen KI nutzen, fast doppelt so viele wie im…
  • Whistleblower deckt Schwachstelle im… Berlin () - Ein Whistleblower hat eine Sicherheitslücke im Widerspruchsverfahren zur elektronischen Patientenakte (ePA) aufgedeckt.Nach eigenen Angaben reichte er im April im Namen einer Versicherten…
  • Studie: Wachsender Datenhunger bringt Netze an ihre Grenzen Berlin () - Mehr Video-Streaming und Social-Media zu Weihnachten und zum Jahreswechsel - der wachsende Datenhunger der Bundesbürger bringt die Netze laut einer neuen Studie…
  • Studie: Unheimliche virtuelle Menschen lösen… Eine Studie der Universität Hamburg zeigt, dass unheimlich wirkende virtuelle Menschen eine Immunantwort auslösen, die auf den sogenannten "Uncanny Valley Effekt" zurückzuführen ist. Probanden reagierten…
  • SAP sieht KI als Chance Walldorf () - SAP-Chef Christian Klein hält Künstliche Intelligenz (KI) nicht für einen Job-Killer. "Bei SAP sehen wir Künstliche Intelligenz als Chance", sagte Klein den…
  • Cybersecurity-Studie: Jedes siebte Unternehmen gehackt Berlin () - Die Cybersicherheitslage in der deutschen Wirtschaft hat sich verschärft: 15 Prozent der Unternehmen verzeichneten in den vergangenen 12 Monaten nach eigenen Angaben…
  • IW: Schwache Wirtschaft sorgt für Stellenrückgang in… Laut einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln hat sich die Zahl der offenen IT-Stellen in Deutschland im Jahr 2024 im Vergleich zum…
  • Studie: Viele Deutsche sehen Demokratie durch Fake… Laut einer Studie des Vodafone Instituts sind viele Menschen in Deutschland besorgt, dass Falschnachrichten in sozialen Medien die Demokratie gefährden; 42 Prozent der Befragten äußerten…
Siehe auch:  Hubig sieht weitreichende Bundeswehr-Einsätze gegen Drohnen kritisch
  • Über
  • Letzte Artikel
dts Nachrichtenagentur
dts Nachrichtenagentur
Die Nachrichtenagentur versorgt seit über 10 Jahren ihre Kunden rund um die Uhr mit topaktuellen Nachrichtentexten und Bildern.
dts Nachrichtenagentur
Letzte Artikel von dts Nachrichtenagentur (Alle anzeigen)
  • Social Media: Prien begrüßt Debatte um strengere Regeln - März 15, 2026
  • Social Media: Hubig fordert zeitnah mehr Schutz für junge Menschen - März 14, 2026
  • Digitalminister warnt vor Auswirkungen von KI auf Arbeitsmarkt - März 14, 2026

Neueste Beiträge

  • Social Media: Prien begrüßt Debatte um strengere Regeln
  • Social Media: Hubig fordert zeitnah mehr Schutz für junge Menschen
  • Digitalminister warnt vor Auswirkungen von KI auf Arbeitsmarkt
  • Dröge stellt sich im Streit um Hagel-Video vor Fraktionskollegin
  • Burda-Chef fordert Digitalsteuer
  • Ehemaliger BND-Vize wird Opfer von Cyberangriff
  • Weimer fordert mehr Transparenz im Musikstreaming
  • Rufe nach Digitalabgabe für Tech-Konzerne werden lauter
  • Fast jedes Unternehmen beschäftigt sich mit KI
  • Hate-Aid-Leiterin fordert Standhaftigkeit bei Social-Media-Regeln
© 2026 IT Fachportal | Powered by Minimalist Blog WordPress Theme

70

×