Kulturstaatsminister Wolfram Weimer fordert die Zerschlagung von Google und ist zuversichtlich, dass die USA dies unterstützen könnten. Er betont, dass die Konzentration von Macht und Medien bei großen Plattformen wie Google den Meinungswettbewerb gefährde und die Willensbildung der Gesellschaft beeinträchtige. Weimer argumentiert, dass Monopole in der Marktwirtschaft nicht akzeptabel seien, insbesondere da lokale Medien und kleinere Unternehmen unter der Dominanz von Google leiden. Er erinnert an historische Beispiele aus der US-Wirtschaft, in denen Monopole erfolgreich zerschlagen wurden, und sieht eine zukünftige Mehrheit für diese Forderung in den USA.
Berlin () – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer setzt sich für die Zerschlagung von Google ein – und ist hoffnungsvoll, dass die USA dies in naher Zukunft unterstützen werden.
„Die Macht-, Medien- und Meinungsbildungskonzentration bei einer großen amerikanischen Plattform ist ein großes Problem“, sagte der frühere Medienmanager in einem Podcast von ntv. Google unterbinde den Meinungswettbewerb: „Das greift so tief in die kollektive Willensbildung ein, dass man sich fragen muss: Wollen wir das ernsthaft so laufen lassen?“
Auch das wirtschaftliche Argument sieht Weimer auf seiner Seite: „Du kannst Monopole nicht dulden“, sagte Weimer. „Wir erleben seit 14, 15 Monaten, wie freien Medien, Lokalzeitungen, Magazinen, Fernsehsendern und Radiostationen die Werbeerlöse wegbrechen, weil alle zu Google gehen“, sagte Weimer mit Blick auf die KI-Suchmaschine Gemini. „Ich bin Marktwirtschaftler, Ludwig Erhard war es auch. Aber auch Ludwig Erhard hätte gesagt: Wir müssen Google zerschlagen.“
Mut schöpft Weimer aus der US-Wirtschaftsgeschichte: „Es gab ähnliche Situationen in anderen Schlüsselfeldern. Vor 100 Jahren war die Energiewirtschaft in Amerika praktisch in einem Monopol versammelt. Das wurde von Washington einfach zerschlagen.“ Weitere Beispiele seien die Zerschlagung von Monopolen in der Ölindustrie und im Bankensektor. „Man denkt immer, dass die Amerikaner dem großen Kapital folgen. Das tun sie nicht, weil sie einen tiefen Glauben an den Wettbewerb haben.“
Unter US-Präsident Donald Trump allerdings hält Weimer diese Entwicklung nicht für möglich, anschließend aber schon: „Wir werden innerhalb der nächsten zehn Jahre in einen Prozess kommen, in dem die Forderung `zerschlagt Google` in Amerika mehrheitsfähig wird.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Google-Stand (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?
Wolfram Weimer, Ludwig Erhard, Donald Trump
Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Google, ntv, US-Wirtschaftsgeschichte, Washington, Energiewirtschaft, Ölindustrie, Bankensektor, Donald Trump.
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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, USA.
Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer fordert die Zerschlagung von Google aufgrund der Konzentration von Macht und Meinungsbildung, und hofft auf Unterstützung aus den USA, um den Einfluss der Plattform auf den Wettbewerb und lokale Medien zu bekämpfen.
Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?
Der Auslöser für Wolfram Weimers Forderung nach der Zerschlagung von Google ist die Sorge um die Konzentration von Macht, Medien und Meinungsbildung auf einer großen amerikanischen Plattform. Weimer sieht darin eine Bedrohung für den Meinungswettbewerb und die wirtschaftliche Grundlage unabhängiger Medien, die unter dem Rückgang von Werbeeinnahmen leiden, da diese zunehmend von Google absorbiert werden.
Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?
Politik und Öffentlichkeit reagieren auf Wolfram Weimers Forderung nach der Zerschlagung von Google mit unterstützenden Argumenten zu Monopolbildung und deren negativen Auswirkungen auf Medienvielfalt und lokale Anbieter. Weimer hofft, dass die USA diesem Ansatz bald folgen werden, da historische Beispiele zeigen, dass Monopole in der Vergangenheit erfolgreich angegangen wurden.
Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?
Zerschlagung von Google, Unterstützung durch die USA, Konzentration von Macht, Medien- und Meinungsbildung, Unterdrückung des Meinungswettbewerbs, Einbruch der Werbeerlöse für freie Medien, Lokalzeitungen, Magazine, Fernsehsender, Radiostationen, historische Beispiele für Zerschlagung von Monopolen, verstärkter Glaube an Wettbewerb in den USA, mögliche Entwicklung innerhalb der nächsten zehn Jahre.
Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zitiert. Er setzt sich für die Zerschlagung von Google ein und äußert sich besorgt über die Konzentration von Macht und Meinungsbildung aufeinander bei dieser Plattform. Weimer argumentiert, dass Google den Meinungswettbewerb unterdrückt und dass es notwendig sei, Monopole zu zerschlagen, um die wirtschaftliche Vielfalt zu schützen.
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