Sänger Howard Carpendale äußert sich erfreut darüber, dass er mit fast 80 Jahren keine erotischen Lieder mehr singen muss, da er solche Themen für ältere Künstler nicht passend findet. Er sieht es als Verpflichtung an, bei Konzerten seine großen Hits zu präsentieren, und kritisiert Künstler, die dies nicht tun. Zudem äußert er sich kritisch über die Erlösmodelle der Streamingdienste, die seiner Meinung nach die kreativen Künstler benachteiligen und stattdessen den Reichen zugutekommen. Carpendale erkennt, dass diese Entwicklungen ihn selbst nicht mehr betreffen, bedauert jedoch die Situation für junge Songwriter, die von ihrer Kunst nicht mehr leben können.
München () – Sänger Howard Carpendale ist froh, mit bald 80 Jahren keine erotischen Lieder singen zu müssen. „Ich habe auch ein körperliches Leben erlebt“, sagte Carpendale der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).
„Ich würde nur nicht, wenn ich 70 oder 80 bin, darüber singen. Wenn ich es mit 30, 40 mache, dann ist es okay. Ich bin sehr, sehr dankbar, dass das keiner von mir erwartet“, sagte Carpendale auf die Frage, ob er selbst der Sänger fürs Gefühl sei und sein Kollege Roland Kaiser der fürs Körperliche. „Damit will ich Roland Kaiser aber nicht kritisieren. Der hat damit sehr viel Erfolg.“
Als Verpflichtung empfindet Carpendale es, auf Konzerten auch heute noch seine größten Hits zu spielen: „Mich ärgert es, wenn zum Beispiel Barbra Streisand nach Deutschland kommt und sagt, ich singe meine Hits nicht. Das ist nicht in Ordnung“, so der Musiker. „Ich singe meine Hits gerne. Das ist es, weswegen die Fans da sind. Wenn ich `Das schöne Mädchen von Seite eins` singe, dann kommt inzwischen ein Rap-Sänger nach vorne und macht eine Rap-Einlage. Das Publikum ist überrascht und das macht mir sehr viel Spaß.“
Kritisch äußerte sich der Sänger zu den Erlösmodellen der Streamingdienste: „Die Showbranche war wirklich eine kreative Branche mit viel Spaß und besonderen Leuten. Solche Leute, mit denen ich gearbeitet habe, diese Leute gibt es heute nicht mehr. Die wollen alle Kohle verdienen. Das ist das allerwichtigste Ding“, sagte Carpendale der „NOZ“.
„Und leider Gottes geht durch das Streaming diese Kohle an die Leute, die jetzt schon reich sind. Und die großen, kreativen Menschen, die diese Branche überhaupt möglich machen, die gehen total leer aus. Es ist eine Ungerechtigkeit, die ich in kaum einer anderen Branche gespürt habe.“ Ihn selbst beträfe diese Entwicklung nicht mehr, so Carpendale weiter. „Aber ein Mann, der davon lebt, wunderschöne Texte zu schreiben, kann heute nicht mehr davon leben. Es ist vorbei.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Guthaben-Karten für Streaming-Dienste (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?
Howard Carpendale, Roland Kaiser, Barbra Streisand
Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen in dem Text sind:
dts Nachrichtenagentur, Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ).
Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?
Nicht erwähnt
An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: München, Osnabrück.
Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?
Howard Carpendale äußert seine Erleichterung, im Alter von fast 80 Jahren keine erotischen Lieder mehr singen zu müssen, und kritisiert die ungerechten Erlösmodelle der Streamingdienste, die kreative Künstler benachteiligen.
Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?
Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist Howard Carpendales Reflexion über seine musikalische Karriere und das aktuelle Geschäft mit Streamingdiensten. Er äußert seine Erleichterung, keine erotischen Lieder mehr singen zu müssen und kritisiert die Ungerechtigkeit der Streaming-Modelle, die kreativen Künstlern finanziell schaden. Dies unterstreicht seine Wertschätzung für die klassischen Hits und die Veränderungen in der Musikbranche.
Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?
Im Artikel äußert sich Howard Carpendale kritisch zu den Erlösmodellen von Streamingdiensten, indem er darauf hinweist, dass die kreative Branche leidet und die echten Künstler kaum von den Einnahmen profitieren, während bereits reiche Personen das Geld einstreichen. Zudem betont er, dass er es als seine Pflicht ansieht, seine größten Hits auf Konzerten zu spielen, da dies auch eine Erwartung der Fans ist.
Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:
- Kreative Menschen in der Showbranche gehen leer aus,
- Musiker können nicht mehr von ihren Texten leben,
- Ungerechtigkeit im Vergleich zu anderen Branchen,
- Die Branche zieht andere Menschen an, die vorrangig Geld verdienen wollen,
- Verlust an besonderen und kreativen Persönlichkeiten in der Branche.
Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Howard Carpendale zitiert. Er äußert sich kritisch zu den Erlösmodellen der Streamingdienste und meint, dass die kreativen Künstler, die die Branche prägen, nicht ausreichend von den Einnahmen profitieren. Carpendale betont, dass dies eine Ungerechtigkeit sei und erklärt, dass die finanzielle Situation für songschaffende Personen heutzutage untragbar ist.
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