Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt zunehmend an Bedeutung in der deutschen Wirtschaft, wobei mittlerweile 36 Prozent der Unternehmen KI nutzen, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Fast die Hälfte der Unternehmen plant oder diskutiert derzeit den Einsatz von KI, während nur noch 17 Prozent dies ablehnen. 83 Prozent der Befragten betrachten KI als Chance für ihr Unternehmen, und ein Viertel glaubt, dass KI das eigene Geschäftsmodell verändern wird. Der Einsatz von KI konzentriert sich hauptsächlich auf Kundenkontakt und Marketing, während Investitionen in KI in den kommenden Jahren steigen sollen.
Berlin () – Künstliche Intelligenz ist in den vergangenen Monaten in der Breite der deutschen Wirtschaft angekommen. Wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom zeigt, nutzt inzwischen etwa jedes dritte Unternehmen (36 Prozent) KI. Damit ist der Anteil fast doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr, als er 20 Prozent betrug.
Zudem plant oder diskutiert fast jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) aktuell den KI-Einsatz, das sind ebenfalls deutlich mehr als im Vorjahr mit 37 Prozent. Demgegenüber sagen nur noch 17 Prozent, dass KI für sie kein Thema ist, nach 41 Prozent im Vorjahr.
Inzwischen sind 81 Prozent der Unternehmen sicher, dass KI die wichtigste Zukunftstechnologie ist (2024: 73 Prozent), nur noch 17 Prozent halten sie für einen Hype, der vorübergeht (2024: 26 Prozent). Erstmals glaubt eine knappe Mehrheit von 51 Prozent, dass Unternehmen, die KI nicht nutzen, keine Zukunft haben (2024: 48 Prozent). Umgekehrt meinen nur noch 31 Prozent, dass KI zwar spektakulär aussieht, aber im Unternehmen keinen konkreten Nutzen bringt. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 46 Prozent noch deutlich höher.
Mit Blick auf das eigene Unternehmen sehen 83 Prozent KI als Chance, vor einem Jahr waren es erst 78 Prozent, 2023 sogar nur 68 Prozent. Lediglich 14 Prozent sehen KI eher als Risiko, gerade einmal noch ein Prozent glaubt, dass KI keine Auswirkungen auf das eigene Unternehmen hat. Rund ein Viertel (24 Prozent) geht davon aus, dass KI das eigene Geschäftsmodell verändern wird. Fast ebenso viele (23 Prozent) sorgen sich, dass KI die Existenz des Unternehmens gefährdet.
Im laufenden Jahr wollen 8 Prozent der Unternehmen, die KI nutzen, den Einsatz planen oder diskutieren, deutlich mehr in KI investieren als noch 2024. Weitere 21 Prozent planen eher höhere Investitionen. Demgegenüber wollen nur 5 Prozent die Investitionen eher reduzieren, kein Unternehmen will sie deutlich zurückfahren. 4 Prozent haben noch nie investiert und haben keine solchen Pläne, nutzen also offenkundig lediglich kostenlose Angebote. Die große Mehrheit von 60 Prozent hält KI-Investitionen stabil auf Vorjahresniveau.
Eingesetzt wird KI in den Unternehmen ganz überwiegend im Kundenkontakt (88 Prozent) sowie in Marketing und Kommunikation (57 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen dahinter der KI-Einsatz in Forschung und Entwicklung (21 Prozent), innerhalb von Produktionsabläufen (20 Prozent), in Controlling und Rechnungswesen (17 Prozent), in der Personalabteilung (14 Prozent) sowie beim internen Wissensmanagement (elf Prozent).
Kaum im Einsatz ist KI im Management, in der Rechts- bzw. Steuerabteilung und im Vertrieb (je fünf Prozent) sowie in der IT-Abteilung (zwei Prozent). Rund jedes achte Unternehmen (zwölf Prozent), das KI einsetzt, implementiert Künstliche Intelligenz in die eigenen Produkte und Dienstleistungen.
Der meist erst punktuelle KI-Einsatz zeigt sich in der Anzahl der KI-Anwendungen, die in den Unternehmen verwendet werden. Ein Viertel der Unternehmen (24 Prozent), die KI nutzen, setzt nur eine Anwendung ein, weitere 27 Prozent zwei Anwendungen und 24 Prozent drei Anwendungen. Vier Anwendungen nutzen gerade einmal sechs Prozent, fünf und mehr Anwendungen sogar nur zwei Prozent. 17 Prozent können oder wollen dazu keine Angaben machen.
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden im Zeitraum von der 27. bis zur 32. Kalenderwoche 604 Unternehmen in Deutschland ab 20 Beschäftigten telefonisch befragt.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | KI-Nutzung am Arbeitsplatz |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?
Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor.
Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?
Bitkom, Bitkom Research, dts Nachrichtenagentur
Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?
Das beschriebene Ereignis fand im Zeitraum von der 27. bis zur 32. Kalenderwoche statt.
An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?
Berlin, Deutschland
Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?
Eine aktuelle Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom zeigt, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der deutschen Wirtschaft stark zunimmt, mit 36 Prozent der Unternehmen, die KI nutzen, und fast der Hälfte, die deren Einsatz plant oder diskutiert, während nur 17 Prozent der Firmen KI als unwichtig betrachten.
Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?
Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist das gestiegene Bewusstsein der deutschen Unternehmen für die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) als zentrale Zukunftstechnologie. Die zunehmende Nutzung und Investition in KI-Technologien spiegelt einen Wandel in der Wahrnehmung wider, bei dem Unternehmen die Vorteile von KI erkennen und deren Integration in unterschiedliche Geschäftsbereiche vorantreiben.
Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?
Im Artikel wird berichtet, dass die Akzeptanz und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der deutschen Wirtschaft stark zugenommen hat, wobei 36 Prozent der Unternehmen bereits KI verwenden. Die öffentliche Wahrnehmung hat sich dahingehend verändert, dass eine Mehrheit der Unternehmen KI als entscheidende Zukunftstechnologie erkennt, während die Skepsis gegenüber ihrem Nutzen abnimmt und nur noch 14 Prozent der Unternehmen KI überwiegend als Risiko sehen.
Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:
steigender Einsatz von KI in Unternehmen, zunehmende Planung des KI-Einsatzes, Überzeugung, dass KI die wichtigste Zukunftstechnologie ist, Abnahme der Meinung, dass KI nur ein Hype ist, Überzeugung, dass Unternehmen ohne KI keine Zukunft haben, steigende Wahrnehmung von KI als Chance, Sorgen über die Existenzgefährdung durch KI, Veränderung des Geschäftsmodells durch KI, höhere Investitionen in KI, stabiler Investitionsniveau in KI, dominanter Einsatz von KI im Kundenkontakt, eingeschränkter Einsatz in Management und Vertrieb, punktueller KI-Einsatz durch wenige Anwendungen.
Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?
Im Artikel wird keine direkte Stellungnahme oder Reaktion einer bestimmten Person oder Organisation zitiert. Die Informationen basieren hauptsächlich auf den Ergebnissen einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom, die den aktuellen Stand der KI-Nutzung in deutschen Unternehmen darstellt.
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