Politiker verschiedener Parteien plädieren für strengere Vorschriften für medizinische Schönheitseingriffe, da das aktuelle Heilpraktikergesetz als veraltet gilt und moderne ästhetische Verfahren nicht berücksichtigt. Insbesondere die Erlaubnis für Heilpraktiker, Hyaluronsäure zu injizieren, wird als riskant und untragbar für Patienten erachtet. Es wird auch gefordert, die Werbung für solche Eingriffe in sozialen Medien strenger zu kontrollieren, um Missbrauch und unseriöse Praktiken zu verhindern. Fachleute aus verschiedenen Parteien sehen dringenden Reformbedarf im Patientenrechtegesetz und im Heilpraktikergesetz, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten.
Berlin () – Politiker mehrerer Parteien fordern strengere Vorschriften dafür, welche Berufsgruppen medizinische Schönheitseingriffe durchführen dürfen. „Das Heilpraktikergesetz ist veraltet und berücksichtigt moderne ästhetische Eingriffe nicht“, sagte Simone Borchardt (CDU), gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, der „Welt am Sonntag“.
Problematisch sei beispielsweise, dass Heilpraktiker Hyaluronsäure injizieren dürften, trotz hoher Risiken gerade bei Injektionen im Gesichtsbereich. „Diese Regelung ist aus Patientensicht nicht mehr vertretbar“, sagte Borchardt.
Die Unionspolitikerin fordert zudem eine stärkere Kontrolle der Werbung für solche Eingriffe auf Social-Media-Plattformen. „Aggressive Werbung in sozialen Medien ohne erkennbare Qualifikation darf nicht länger toleriert werden“, sagte sie. Wer ohne entsprechende Qualifikation Eingriffe mit Botox und Hyaluronsäure anbiete, handle illegal und gefährde Patienten. „Hier müssen bestehende Regeln konsequenter kontrolliert und Verstöße stärker geahndet werden“, sagte Borchardt.
Auch Grünen-Gesundheitssprecher Janosch Dahmen sieht Handlungsbedarf. „Wir brauchen endlich eine grundlegende Reform des Patientenrechtegesetzes und des Heilpraktikergesetzes“, sagte er. „Seriöse Medizin darf nicht durch Social-Media-Influencer, Scharlatanerie und unseriöse Heilsversprechen untergraben werden.“
Linken-Gesundheitssprecherin Julia-Christina Stange sieht das ähnlich. „Jeder medizinische Eingriff birgt Risiken. Um Missbrauch und Fehlinformationen einzudämmen, müssen gesundheitsrelevante Beiträge bei Social Media strenger reguliert werden“, sagte Stange.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Krankenhaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?
Simone Borchardt, Janosch Dahmen, Julia-Christina Stange
Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?
CDU, Unionsfraktion, Welt am Sonntag, Grüne, Linke
Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?
Nicht erwähnt
An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?
Politiker verschiedener Parteien fordern angesichts der hohen Risiken und unzureichenden Regelungen, insbesondere für Heilpraktiker, strengere Vorschriften und Kontrollen für medizinische Schönheitseingriffe sowie eine reformierte Regelung der Werbung in sozialen Medien.
Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?
Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist die wachsende Besorgnis über die Durchführung medizinischer Schönheitseingriffe durch nicht qualifizierte Personen, insbesondere Heilpraktiker, die aufgrund veralteter Regelungen gefährliche Eingriffe wie Injektionen von Hyaluronsäure vornehmen dürfen. Dies führt zu Forderungen nach strengeren Vorschriften und Kontrollen, um Patienten zu schützen und Missbrauch sowie Fehlinformationen, insbesondere in sozialen Medien, zu verhindern.
Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?
Im Artikel wird beschrieben, dass Politiker verschiedener Parteien, darunter CDU, Grüne und Linke, strengere Vorschriften für medizinische Schönheitseingriffe fordern. Sie kritisieren das veraltete Heilpraktikergesetz und fordern eine stärkere Kontrolle von Werbung auf sozialen Medien, um Patienten besser zu schützen und Missbrauch zu verhindern.
Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:
höhere Risiken bei medizinischen Eingriffen, unzureichende Qualifikation von Anbietern, Gefährdung von Patienten, illegale Angebote von Eingriffen, mangelnde Kontrolle über Werbung in sozialen Medien, Missbrauch und Fehlinformationen durch Social-Media-Influencer, Notwendigkeit einer Reform des Patientenrechtegesetzes und des Heilpraktikergesetzes.
Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Simone Borchardt (CDU) zitiert. Sie kritisiert, dass das Heilpraktikergesetz veraltet sei und fordert eine stärkere Kontrolle von Werbung für medizinische Schönheitseingriffe in sozialen Medien. Borchardt betont, dass aggressive Werbung ohne erkennbare Qualifikation nicht länger toleriert werden dürfe, da dies Patienten gefährde.
- Viele Unionspolitiker wollen Social-Media-Verbot für Jugendliche - Februar 6, 2026
- Behörden warnen vor Hackerangriffen auf Politik, Militär und Presse - Februar 6, 2026
- EU-Kommission sieht Suchtgefahr bei Tiktok - Februar 6, 2026

