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„Kampf um deutsche Apothekenpreise“

Verband will Vorgehen gegen Rabatte ausländischer Versandapotheken

Veröffentlicht am August 18, 2025 von dts Nachrichtenagentur

Thomas Preis, Präsident der ABDA, fordert von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken Maßnahmen gegen Rabatte von ausländischen Versandapotheken bei rezeptpflichtigen Medikamenten, die er als Gesetzesbruch bezeichnet. Er betont, dass der Staat eingreifen müsse, um die Preisbindung zu sichern und einen ruinösen Wettbewerb zu verhindern, der die Patientenversorgung gefährden könnte. Zudem spricht Preis über das Apothekensterben in Deutschland, da seit 2008 4.500 Apotheken geschlossen wurden, was 21 Prozent entspricht. Er fordert höhere Honorare für Apotheken, um deren wirtschaftliche Lage zu verbessern, da die Betriebskosten stark gestiegen sind, während die Honorare seit 13 Jahren nicht erhöht wurden.


Berlin () – Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Thomas Preis, hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) aufgefordert, gegen die von ausländischen Versandapotheken gewährten Rabatte bei rezeptpflichtigen Medikamenten vorzugehen.

„Das ist ein klarer Gesetzesbruch. Hier muss der Staat eingreifen und dieses Verhalten bestrafen und unterbinden“, sagte Preis dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wer sich nicht an die Spielregeln hält, darf nicht mehr für die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland tätig sein“, mahnte er und sagte mit Blick auf die ausländischen Versandapotheken: „Ihnen muss das Handwerk gelegt werden, damit die Versorgung hierzulande sicher bleibt.“

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Große Versandapotheken mit Sitz im Ausland haben nach einem kürzlich ergangenen Urteil des Bundesgerichtshofs wieder damit begonnen, Nachlässe zu gewähren. Das Urteil bezog sich allerdings auf eine frühere Gesetzgebung. Aktuell verbietet das Sozialgesetzbuch Rabatte oder Boni bei der Einlösung von verschreibungspflichtigen Medikamenten. Preis sagte: „Die Preisbindung darf nicht durch Boni oder Rabatte ausgehebelt werden, sonst kommen wir in einen ruinösen Preiswettbewerb.“ Sie schütze die Versorgung und damit Patienten. „Stellen Sie sich vor, bei Lieferengpässen würden plötzlich Wucherpreise verlangt“, sagte er.

Preis forderte zudem höhere Honorare für die Apotheken. Nach seinen Angaben wurden seit 2008 insgesamt 4.500 Apotheken geschlossen, das entspreche 21 Prozent. „Das Apothekensterben ist ein Fakt, der dringend beendet werden muss“, sagte er. In immer mehr Städten gebe es zunehmend Stadtteile ohne Apotheken. „Seit 13 Jahren hat es keine spürbare Erhöhung der Honorare gegeben, dabei sind die Betriebskosten wie zum Beispiel die Energie- oder Lohnkosten explodiert. Immer mehr Apotheken geraten an die Grenze der Wirtschaftlichkeit“, beklagte er.

Siehe auch:  Hate-Aid-Leiterin fordert Standhaftigkeit bei Social-Media-Regeln

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Lobbystand für deutsche Apotheken (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?

Thomas Preis, Nina Warken

Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?

Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Nina Warken (CDU), Bundesgerichtshof, Gesetzgeber, gesetzliche Krankenversicherung, Sozialgesetzbuch

Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?

Nicht erwähnt

An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?

Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich in Berlin statt. Des Weiteren wird auf die Situation in Deutschland verwiesen, insbesondere bezüglich der Auswirkungen auf die Apotheken im Land.

Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?

Thomas Preis, Präsident der ABDA, fordert Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf, gegen die Rabattpraktiken ausländischer Versandapotheken bei rezeptpflichtigen Medikamenten vorzugehen, da diese gegen das Gesetz verstoßen und die Versorgung in Deutschland gefährden.

Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?

Der Hintergrund des Ereignisses ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs, das ausländischen Versandapotheken ermöglicht, wieder Rabatte auf rezeptpflichtige Medikamente zu gewähren. Dies steht im Widerspruch zu den deutschen Regelungen, die solche Rabatte verbieten, was zu Forderungen nach staatlichem Eingreifen und höheren Honoraren für die Apotheken führt, um die Stabilität der Versorgung und die Wirtschaftlichkeit der Apotheken zu sichern.

Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?

Im Artikel wird die Forderung von Thomas Preis, dem Präsidenten der ABDA, an die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur Bekämpfung von Rabatten ausländischer Versandapotheken deutlich. Er warnt vor einem Gesetzesbruch und mahnt höhere Honorare für Apotheker an, um die Schließung von Apotheken zu stoppen und die Versorgung der Patienten zu sichern.

Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?

Gesetzesbruch, Zugriff des Staates erforderlich, Bestrafung und Unterbindung des Verhaltens, Ausschluss von der gesetzlichen Krankenversicherung, Gefährdung der Versorgung, ruinöser Preiswettbewerb, Wucherpreise bei Lieferengpässen, Apothekensterben, geschlossene Apotheken, keine spürbare Erhöhung der Honorare, steigende Betriebskosten, Gefährdung der Wirtschaftlichkeit von Apotheken.

Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Thomas Preis, dem Präsidenten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), zitiert. Er fordert Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf, gegen die Rabatte von ausländischen Versandapotheken bei rezeptpflichtigen Medikamenten vorzugehen, und betont: "Das ist ein klarer Gesetzesbruch. Hier muss der Staat eingreifen und dieses Verhalten bestrafen."


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