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"Thüringen: Digitale Grenzen für Kinder"

Voigt will Umgang von Kindern mit Smartphones begrenzen

Veröffentlicht am August 12, 2025 von dts Nachrichtenagentur

Ministerpräsident Mario Voigt von Thüringen fordert, den Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Smartphones und sozialen Medien zu regulieren. Er schlägt vor, Smartphones erst ab 14 Jahren und Social Media ab 16 Jahren zu erlauben sowie Schulen „smartphonefrei“ zu gestalten. Voigt betont, dass echte soziale Interaktionen wichtiger sind als digitale Erlebnisse und warnt vor den negativen Auswirkungen frühzeitiger Internetnutzung auf das Selbstwertgefühl und die psychische Gesundheit. In Thüringen sollen mit Projekten wie dem Kindermedienparcours und „Safe talk, real talk“ Kindern gezielte Medienkompetenz und Aufklärung über digitale Risiken vermittelt werden.


Erfurt () – Der Ministerpräsident von Thüringen, Mario Voigt (CDU), will den Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Smartphones und Social Media begrenzen. Smartphones sollten nicht unter 14 Jahren verwendet werden, der Zugang zu Social Media solle nicht unter 16 Jahren erlaubt sein, Schulen sollten „smartphonefrei“ werden, schreibt er in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe). Gefragt seien neue Inhalte statt alter Einflüsse, gesucht seien „Vorbilder, Helden, Erfolge im echten Leben“, wichtig sei eine „achtsame Gesellschaft“, Eltern sollten im Umgang mit dem Digitalen Vorbilder sein.

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„Kinder brauchen kein Internet in der Hosentasche, sondern echte Abenteuer. Ein Tastenhandy reicht völlig aus, um erreichbar zu sein – ohne sie dem Dopamin-Sog der Apps auszuliefern“, schreibt Voigt. „Echte Freundschaften wachsen im Spiel, im Gespräch, in der gemeinsamen Zeit – nicht durch Likes, Filter oder FOMO (`Fear of missing out`). Wer soziale Medien zu früh nutzt, entwickelt weniger Selbstwertgefühl, mehr Vergleichsdenken und oft depressive Symptome“, heißt es in dem Gastbeitrag weiter.

Zu seiner Anregung, Smartphones aus der Schule zu verbannen, schreibt Voigt: „Schulen müssen Oasen des echten Lernens bleiben. Digitalkompetenz gehört als eigenes Fach in den Lehrplan – aber nicht zwischen Pausenbrot und Tiktok. Wer Kindern beibringt, wie sie sich selbst und ihre Aufmerksamkeit schützen, investiert in ihre Freiheit.“

Die Gesellschaft werde nicht durch Technologie zerstört, sondern durch Gleichgültigkeit gegenüber ihren Nebenwirkungen. „Wer Kinder wirklich liebt, lässt sie nicht in digitalen Dauerbeschuss geraten – sondern schenkt ihnen Räume für echtes Leben, echte Begegnung, echte Entwicklung“, so Voigt. „Die Politik kann nicht alles regeln – aber sie kann klare Leitplanken setzen: Kein Tiktok vor 16. Keine Handys in Grundschulen. Digitalunterricht nur mit Sinn und Ziel. Kampagnen für eine kindgerechte Digitalisierung. Unterstützung für Eltern.“

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In Thüringen handele die Landesregierung bereits, so Voigt. „Mit dem Kindermedienparcours schaffen wir an Schulen und außerschulischen Lernorten Räume, in denen Kinder altersgerecht für Chancen und Risiken digitaler Medien sensibilisiert werden. Sie lernen spielerisch, wo digitale Neugier auf Grenzen stößt – und wie sie sich schützen können. Zusätzlich setzen wir mit dem Projekt `Safe talk, real talk` einen starken Impuls für Aufklärung zu sexualisierter Gewalt im Internet. Hier sprechen Fachkräfte und Jugendliche offen über das, was sonst oft verschwiegen wird: Cybergrooming, Grenzverletzungen und der Umgang mit digitalen Übergriffen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mario Voigt (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?

Mario Voigt

Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?

CDU, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Thüringen, Landesregierung, Kindermedienparcours, Safe talk, real talk.

Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?

Nicht erwähnt

An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?

Erfurt, Thüringen

Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) plädiert für eine Einschränkung des Umgangs von Kindern mit Smartphones und sozialen Medien, indem er empfiehlt, Smartphones unter 14 Jahren und Social Media unter 16 Jahren zu verbieten, Schulen smartphonefrei zu halten und Digitalkompetenz als eigenes Fach zu etablieren, um echte soziale Interaktionen und die kindliche Entwicklung zu fördern.

Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?

Der Auslöser für die Äußerungen von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt über die Nutzung von Smartphones und sozialen Medien durch Kinder und Jugendliche ist die wachsende Besorgnis über die negativen Auswirkungen digitaler Medien auf das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit von jungen Menschen. Voigt betont in seinem Gastbeitrag die Notwendigkeit, Kinder vor den potenziellen Gefahren der digitalen Welt zu schützen und fordert daher Maßnahmen wie Altersgrenzen für die Nutzung von Smartphones und sozialen Medien sowie eine stärkere Förderung von echtem sozialen Umgang und digitaler Kompetenz in Schulen.

Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?

Der Ministerpräsident von Thüringen, Mario Voigt, fordert eine stärkere Regulierung des Umgangs von Kindern und Jugendlichen mit Smartphones und sozialen Medien, um deren Risiken zu mindern; er plädiert für Altersgrenzen und eine smartphonefreie Schulumgebung. Die Landesregierung entwickelt bereits Maßnahmen, wie den Kindermedienparcours, um Kinder über digitale Medien aufzuklären und zu schützen.

Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: weniger Selbstwertgefühl, mehr Vergleichsdenken, oft depressive Symptome, Investition in die Freiheit der Kinder, sensibilisierte Kinder für Chancen und Risiken digitaler Medien, Schutz vor Cybergrooming und Grenzverletzungen.

Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Mario Voigt, dem Ministerpräsidenten von Thüringen, zitiert. Er fordert unter anderem einen Verbot von Smartphones unter 14 Jahren und einen Zugang zu Social Media erst ab 16 Jahren. Voigt betont, dass Kinder echte Abenteuer statt digitalen Sog brauchen und warnt vor den negativen Auswirkungen von sozialen Medien auf das Selbstwertgefühl und die psychische Gesundheit von Jugendlichen.


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