In der deutschen Wirtschaft herrscht derzeit ein Mangel von rund 109.000 IT-Fachkräften, was eine leichte Reduktion im Vergleich zu vor zwei Jahren darstellt. Trotz dieser Abnahme beklagen 85 Prozent der Unternehmen weiterhin einen Fachkräftemangel, und 79 Prozent erwarten, dass sich die Situation in Zukunft weiter verschärfen wird. Viele Unternehmen reagieren auf den Mangel durch Weiterbildungsprogramme und sehen in der Einführung von Künstlicher Intelligenz sowohl Risiken als auch neue Stellenangebote. Insgesamt haben 27 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten, IT-Positionen zu besetzen, wobei Quereinsteiger einen signifikanten Anteil der neu eingestellten Fachkräfte ausmachen.
Berlin () – In der deutschen Wirtschaft fehlen aktuell rund 109.000 IT-Fachkräfte. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbandes hervor. Das sind demnach weniger als noch vor zwei Jahren (149.000), Unternehmen sehen dabei aber keine wirkliche Abmilderung des Fachkräftemangels.
So beklagen derzeit 85 Prozent einen Mangel an IT-Fachkräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt, nur vier Prozent sprechen von einem Überangebot und zehn Prozent sagen, dass es ausreichend IT-Fachkräfte gibt. 79 Prozent erwarten, dass sich dieser Fachkräftemangel in Zukunft sogar weiter verschärfen wird. Nur vier Prozent vermuten, dass er abnimmt und 16 Prozent rechnen mit keiner Veränderung.
Allerdings mussten sechs Prozent der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten wegen der wirtschaftlichen Lage Mitarbeiter entlassen. 14 Prozent rechnen damit, dass dies in den kommenden zwölf Monaten in ihrem Unternehmen der Fall sein wird. Sogar 35 Prozent erwarten, dass es in der deutschen Wirtschaft aufgrund der schwächelnden Konjunktur zu einem Stellenabbau in der IT kommen wird. Jedoch sagen auch sechs Prozent, dass sie bereits Fachkräfte eingestellt haben, die aufgrund der wirtschaftlichen Situation anderswo ihren Job verloren haben. 52 Prozent gehen davon aus, dass sie künftig bessere Chancen bei der Suche nach Mitarbeitern haben, weil anderswo Stellen gestrichen werden.
Jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) rechnet damit, dass es durch KI Stellen abbauen wird. 16 Prozent hingegen erwarten, dass aufgrund von KI Stellen verzichtbar werden, die ohnehin nicht besetzt werden können. 42 Prozent gehen aber davon aus, dass KI für einen zusätzlichen Bedarf an IT-Fachkräften im Unternehmen sorgen wird.
Neben KI setzen die Unternehmen beim Kampf gegen den IT-Fachkräftemangel vor allem auf Weiterbildungsprogramme, um Mitarbeiter für neue Aufgaben zu qualifizieren (31 Prozent). 22 Prozent haben spezielle Programme für den Quereinstieg, 19 Prozent verfügen über Programme, um ältere Beschäftigte länger im Job zu halten.
Jedes vierte Unternehmen (25 Prozent) hat Schwierigkeiten bei der Besetzung von IT-Stellen. Lediglich etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) derjenigen, die in den vergangenen zwölf Monaten in einem IT-Beruf eingestellt wurden, hat einen einschlägigen Hochschulabschluss. Weitere 37 Prozent haben eine duale IT-Berufsausbildung abgeschlossen. Ein IT- oder IT-nahes Studium abgebrochen und den Berufseinstieg ohne Studienabschluss geschafft, haben zehn Prozent. Den größten Umweg in die IT nehmen Quereinsteiger. 27 Prozent der IT-Jobs gingen an diese Gruppe.
Für die Umfrage wurden 855 Unternehmen ab drei Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Stattgefunden hat die Befragung im Zeitraum zwischen der 20. und der 27. Kalenderwoche 2025.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Computer-Nutzer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer wird in dem Artikel namentlich genannt?
Im Artikel sind keine vollständigen Namen von Personen erwähnt. Es wird lediglich über Unternehmen und allgemein über IT-Fachkräfte gesprochen.
Welche Organisationen oder Einrichtungen tauchen im Text auf?
IT-Branchenverband, Unternehmen
Zu welchem Datum oder in welchem Zeitraum fand das Ereignis statt?
Das beschriebene Ereignis fand im Zeitraum zwischen der 20. und der 27. Kalenderwoche 2025 statt.
An welchem Schauplatz spielt sich das Geschehen ab?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Deutschland.
Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?
In Deutschland fehlen aktuell rund 109.000 IT-Fachkräfte, was zwar weniger ist als vor zwei Jahren, jedoch beklagen 85 Prozent der Unternehmen einen Fachkräftemangel und erwarten eine Verschärfung der Situation, während gleichzeitig einige Firmen durch KI und wirtschaftliche Unsicherheiten Stellen abbauen und Weiterbildungsprogramme einsetzen, um den Mangel zu bekämpfen.
Welcher Umstand führte zu dem Vorfall?
Der Auslöser für das beschriebene Ereignis liegt im stark ausgeprägten Fachkräftemangel im IT-Bereich in Deutschland, der durch eine Kombination aus wirtschaftlicher Unsicherheit, dem rasanten Fortschritt in Technologien wie Künstlicher Intelligenz und der unzureichenden Anzahl von qualifizierten Arbeitskräften verursacht wird. Trotz der aktuellen Zahl von 109.000 fehlenden IT-Fachkräften wird erwartet, dass sich die Situation in Zukunft weiter verschärfen wird.
Wie fiel die Reaktion der Öffentlichkeit oder politischer Akteure aus?
Im Artikel wird berichtet, dass 85 Prozent der Unternehmen in Deutschland einen Mangel an IT-Fachkräften beklagen und die Erwartungen an eine Verschärfung dieser Situation hoch sind. Angesichts der wirtschaftlichen Lage planen viele Firmen, Stellen abzubauen, setzen aber auch auf Weiterbildungsprogramme und KI-gestützte Lösungen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.
Welche Konsequenzen oder Auswirkungen werden beschrieben?
Fachkräftemangel, Entlassungen in Unternehmen, Stellenabbau in der IT, Unsicherheit über zukünftige Mitarbeiterverfügbarkeit, Schwierigkeiten bei der Besetzung von IT-Stellen, erhöhter Bedarf an IT-Fachkräften durch KI, Notwendigkeit von Weiterbildungsprogrammen, Programme für Quereinsteiger, Effekte auf ältere Beschäftigte, Herausforderungen beim Recruiting.
Wurde bereits eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht?
Im Artikel wird erwähnt, dass 85 Prozent der Unternehmen einen Mangel an IT-Fachkräften beklagen und 79 Prozent erwarten, dass sich dieser Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. Zudem rechnet jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) damit, dass durch KI Stellen abgebaut werden.
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