Bad Schandau () – Die Justizminister von Bund und Ländern haben am Donnerstag auf ihrem sechsten Bund-Länder-Digitalgipfel eine gemeinsame Erklärung zum Einsatz von sogenannter „Künstlicher Intelligenz“ (KI) in der Justiz beschlossen.
Demnach biete der Einsatz von KI „großes Potenzial für Effizienzsteigerungen und die Optimierung von Geschäftsprozessen in der Justiz“, gleichzeitig könne Rechtssuchenden der Kontakt mit den Gerichten und Staatsanwaltschaften erleichtert werden, wie es nach dem Treffen hieß. Einigkeit besteht unter den Justizministern demnach darin, dass die endgültige Entscheidungsfindung stets eine von Menschen gesteuerte Tätigkeit bleiben müsse.
„Nur mit einer konsequenten Digitalisierung erhalten wir die Handlungsfähigkeit der Justiz – und stärken damit den Rechtsstaat“, sagte Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) am Donnerstag. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz könne auch in der Justiz eine große Unterstützung sein – darunter Routineaufgaben, die Bewältigung von Massenverfahren und die Analyse von großen Datenmengen. „Und gleichzeitig gilt immer: KI kann menschliche Entscheidungen in der Justiz nicht ersetzen. Die Justiz funktioniert nur mit den Menschen, die sie täglich tragen. Es geht mit einem neuen Pakt für den Rechtsstaat perspektivisch auch um die Fortsetzung gemeinsamer Digitalisierungsprojekte.“
Die Justiz in Deutschland setzt schon heute in verschiedenen Bereichen Anwendungen auf Basis von KI ein. Derzeit wird der Einsatz in mehreren Projekten vorangetrieben, die zum Teil auch aus den Mitteln des Bundes für die Digitalisierungsinitiative für die Justiz finanziert werden.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Amtsgericht (Archiv)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist die zentrale Aussage des Artikels in einem Satz?
Auf ihrem sechsten Bund-Länder-Digitalgipfel haben die Justizminister von Bund und Ländern eine gemeinsame Erklärung zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Justiz verabschiedet, die deren Potenzial zur Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung betont, während die endgültige Entscheidungsfindung menschlichen Akteuren vorbehalten bleibt.
Weitere ähnliche Beiträge:
Bund und Länder treiben Digitalisierung der Justiz… Bund und Länder haben am Freitag bei einem Treffen der Justizminister in Leipzig wichtige Schritte zur Digitalisierung der Justiz beschlossen. Ein zentrales Thema war die…
15 Bundesländer wollen E-Justizakte bis Jahresende einführen Bis Ende des Jahres werden 15 von 16 Bundesländern die elektronische Justizakte in allen ihren Gerichten und Staatsanwaltschaften einführen, um die Justiz für KI-gestützte Systeme…
Justizminister beschließen Strategie zur Digitalisierung Düsseldorf () - Die Justizminister von Bund und Ländern haben eine länderübergreifende Strategie zur Digitalisierung der Justiz beschlossen. Ziel sei, die Justiz durch digitale Lösungen…
Justizministerium sieht neue Regierung bei… Berlin () - Das Bundesjustizministerium sieht bei der Umsetzung der von Bund und Ländern vereinbarten länderübergreifenden Digitalstrategie für die Justiz die künftige Bundesregierung am Zug.Sie…
Richterbund: Steigende Zahl von Anzeigen wegen Hetze… Berlin () - Auch angesichts der wachsenden Zahl von Anzeigen wegen "Hass und Hetze" warnt der Deutsche Richterbund (DRB) vor einer möglichen Überlastung der Justiz.…
Pilotversuch für digitale Klagen zu Fluggastrechten… Berlin () - Das Bundesjustizministerium erprobt seit Donnerstag einen Onlinedienst für eine digitale Klage im Bereich der Fluggastrechte. Die Bürger können sich über ihre Ansprüche…
Berlins Justizsenatorin Badenberg will mehr KI Die Berliner Justiz steht vor großen Herausforderungen, da in den kommenden Jahren sechs Prozent ihrer Beschäftigten in den Ruhestand gehen werden, während die Rekrutierung neuer…
Digitalminister beraten in Sondersitzung über… Berlin () - Die Digitalminister der Bundesländer wollen am Freitag in einer Sondersitzung der Digitalministerkonferenz (DMK) gemeinsame Positionen abstimmen - um für die Koalitionsverhandlungen gerüstet…
NRW-Innenminister drängt auf Beschluss zur… Düsseldorf () - Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) ruft dazu auf, mit den Stimmen von Union, SPD und Grünen noch vor der Bundestagswahl die Vorratsdatenspeicherung…
Bund und Länder einigen sich auf "Digitalpakt 2.0" Bund und Länder haben sich beim Bildungsministertreffen in Berlin auf den "Digitalpakt 2.0" geeinigt, der die Digitalisierung der Schulen fördern soll. Geplant sind Investitionen von…
Lehrerverband kritisiert zu niedrige Ausstattung von… Der Deutsche Lehrerverband hat die neue Vereinbarung zum Digitalpakt 2.0 zwischen Bund und Ländern scharf kritisiert und eine Verdopplung der finanziellen Mittel gefordert. Verbandspräsident Stefan…
Staatsreform-Bündnis drängt auf schnellere Digitalisierung Berlin () - Ein breites Bündnis um Ex-Bundesminister Thomas de Maizière (CDU), Aufsichtsrätin Julia Jäkel, den ehemaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Ex-Verfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle…
Digitalministerium soll Budget von 6,5 Milliarden… Das neu gegründete Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (BMDS) soll ein Budget von 6,5 Milliarden Euro erhalten, wie ein Bericht des Bundesrechnungshofs zeigt. Offiziell sind…
Union will erst nach der Wahl… Berlin () - Die Union will im Fall einer Regierungsübernahme zügig neue Regeln zur Vorratsdatenspeicherung einführen. "Die rechtssichere Speicherung der IP-Adressen zur Verfolgung und Verhütung…
Studie: Unheimliche virtuelle Menschen lösen… Eine Studie der Universität Hamburg zeigt, dass unheimlich wirkende virtuelle Menschen eine Immunantwort auslösen, die auf den sogenannten "Uncanny Valley Effekt" zurückzuführen ist. Probanden reagierten…