Berlin () – Deutschland leidet bei der Infrastruktur unter massiver Unterfinanzierung.
Insgesamt müssten in dem Zehnjahreszeitraum 1.924,1 Milliarden Euro investiert werden, finanziert seien aber nur 942 Milliarden Euro. Die Berater untersuchten den Bedarf bei Schiene, Straße und Wasserverkehr ebenso wie bei der digitalen Infrastruktur, den Energienetzen, beim Gebäude- und Wohnungsbau sowie bei der militärischen Infrastruktur.
Beim Bund wurde etwa ermittelt, in welcher Höhe Investitionen in die Sanierung des Schienennetzes oder in Bundeswasserstraßen notwendig sind. Bei Städten und Gemeinden haben die Berater unter anderem untersucht, wie viel Geld benötigt wird, um Freizeiteinrichtungen oder Museen zu erhalten. Von der Finanzierungslücke entfallen 35 Prozent oder 343,7 Milliarden Euro auf den Bund, 98,2 Milliarden Euro auf die Länder. Die Kommunen verzeichnen mit 540,2 Milliarden Euro oder einem Anteil von 55 Prozent die größte Lücke.
Dem Bund dürften in Zukunft ausreichend Mittel für zusätzliche Investitionen zur Verfügung stehen, nachdem sich die voraussichtlich künftigen Koalitionspartner von CDU/CSU und SPD auf ein „Sondervermögen“ für die Infrastruktur im Umfang von 500 Milliarden Euro geeinigt haben. Auch die Finanzierungsnöte der Länder sollen gelindert werden, weil sie sich künftig, anders als bisher, in wirtschaftlichen Normallagen verschulden dürfen.
Vor besonders großen Finanzproblemen stehen jedoch die Kommunen. Die Frage, ob Deutschland Maßnahmen zur Stärkung der Infrastruktur ergreifen müsse, stelle sich nicht mehr, sagte Volker Halsch, Seniorberater bei PwC. „Um die Herausforderungen zu bewältigen, muss es ein gutes Zusammenspiel zwischen öffentlichem und privatem Sektor geben.“ Nötig sei, „privates Kapital nicht nur zu mobilisieren, sondern auch auf die Straße zu bringen“.
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